Effiziente Diagnostik und Therapiekontrolle bei der Eisenmangelanämie mit Hilfe des Thomas-Plots

Labor- und Fachinformationen
|   Onkologische / hämatologische Diagnostik

die frühzeitige Erkennung eines Eisenmangels als häufigste Ursache einer Anämie bedarf neben der Eisenbestimmung u.U. (z.B. bei chronischen Entzündungen) auch der Analyse weiterer Laborparameter, die helfen, den Eisenstoffwechsel und seine Veränderungen zeitnah zu analysieren, aber auch andere Anämieursachen berücksichtigen.
Der Thomas-Plot, als Kombination von Laboruntersuchungen mit einem diagnostischen Diagramm, ermöglicht es, bei einer vorliegenden Anämie diejenigen Patienten herauszufinden, die von einer Eisensubstitution und/oder einer Therapie mit Erythropoetin (EPO) profitieren, so dass damit ggf. auch Medikamentenkosten reduziert werden können.

Anforderung:

  • Überweisungsschein „Thomas-Plot“

Material:

  • 1 x Serum oder Vollblut
  • 2 x EDTA-Blut

Analysierte Parameter:

  • CRP
  • Ferritin
  • löslicher Transferrinrezeptor (sTfR)
  • Retikulozyten–Hämoglobin
  • kleines Blutbild

Die Untersuchungsergebnisse werden in Abhängigkeit vom CRP (Akute-Phase-Reaktion?) mit Hilfe eines Rechenprogramms in einem diagnostischen Diagramm einem von vier Quadranten zugeordnet, aus dem eine Therapieempfehlung abgeleitet werden kann.
(Cave: bei Erkrankungen mit Störungen der Hb-Bildung z.B. Thalassämie – falsche Zuordnung in Q4)

Interpretation: siehe PDF-Anhang